Laura de Weck

Lieblingsmenschen

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Eine SMS, das ist nicht gerade viel Platz, um dramatisch zu werden. Trotzdem werden in Laura de Wecks „Lieblingsmenschen“ eine ganze Reihe SMS-Botschaften gewechselt. Und Unglück und Abgründe offenbaren sich sogar auf noch knapperem Raum: zwischen den Zeilen. De Weck hat sich für ihr Debütstück mit den Verhaltens- und Sprachmustern der Anfang 20-Jährigen beschäftigt, die aus der Pubertät zwar schon raus sind, aber auch noch nicht als erwachsen gelten. Fünf Studenten lernen fürs Examen, haben Sex miteinander, treffen sich abends in Clubs. Die Schlüsselfigur ist Phillip, der große Abwesende, der nie auftritt, von dem aber ständig die Rede ist. Die Männer wollen so sein wie er, die Frauen beneiden seine Freundin. Sie erleben es als Katastrophe, als Anna plötzlich Schluss macht mit Phillip. Was gibt es Desillusionierenderes für Heranwachsende, als wenn Sehnsuchts- und Projektionsfiguren verschwinden? Zumal de Weck den abwesenden Phillip am Ende auch noch in den Selbstmord schickt.

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Lieblingsmenschen
von Laura de Weck
Uraufführung am 29. März 2007 am Theater Basel

Regie: Werner Düggelin, Bühne: Raimund Bauer, Kostüme: Francesca Merz. Mit: Katharina Schmidt, Inga Eickemeier, Sandro Tajouri, Anne Schäfer, Jan Bluthardt.

www.theater-basel.ch


Mehr lesen? Hier geht's zu unserer Nachtkritik zu "Lieblingsmenschen", und hier zum Bericht über die ziemlich kontroverse Publikumsdiskussion. Im Blog zum Abbau der "Lieblingsmenschen"-Bühne.

Auf nachtkritik.de lesen Sie mehr zur Werkstatt-Inszenierung von "Sumsum" und Nachtkritiken zu Stücken, in denen Laura de Weck als Schauspielerin mitwirkt: "Träumer" und "Louis und Louisa".

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