jurydebatte & preis

Hier erfahren Sie alles Wissenwerte über Auswahlverfahren, Jurydebatte, Preisvergabe und Siegerstück.
   

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Laudatio auf die Publikumspreisträgerin Felicia Zeller und ihr Stück "Kaspar Häuser Meer"

Sprachmusik aus der Wirklichkeit

von Hartmut Krug

8. Juni 2008. Theaterkritiker glauben, dem Publikum immer etwas erklären zu müssen, – warum etwas gut oder schlecht, richtig gedacht oder falsch gemacht, preiswürdig oder verdammenswert ist. Dass das "normale" Publikum gelegentlich, vielleicht sogar oft, anderer Meinung ist, stört dabei nicht, sondern beflügelt den Kritiker eher. Was aber tun, wenn das Publikum einer Autorin einen Preis verleiht und der Kritiker nun loben will und muss, – sowohl die Autorin wie die Entscheidung des Publikums? Für meine Laudatio auf die Dramatikerin Felicia Zeller und ihr Stück "Kaspar Häuser Meer" lautet der Ausweg: Ich werde Ihnen nicht das Stück erklären, sondern Ihnen zu erklären versuchen, warum Sie das Stück gut gefunden haben.

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Presseschau zur Jurydebatte der 33. Mülheimer Theatertage

Einmütig 5:0

25.-28. Mai 2008.
"Fast schon gespenstisch" findet eine Kritikerin die Einmütigkeit der Jury-Entscheidung für Dea Lohers "Das letzte Feuer". Die meisten Berichterstatter sind mit ihr sehr einverstanden, einige finden aber, dass die Mülheimer Theatertage schon deutlich stärkere Stücke-Jahrgänge erlebt haben.

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Die Gewinnerin steht fest – Die Jurydebatte um den Dramatikerpreis zum Abschluss der 33. Mülheimer Theatertage

Wahnsinnig gut erfunden

von Dirk Pilz

24. Mai 2008. Sie gingen förmlich in die Knie und stammelten ihre Bewunderung heraus: "großartig", "wahnsinnig", "wundervoll". Diese "Intensität" und "Musikalität", die "Stringenz" und welch' "Meisterschaft" dabei! Am Ende fiel die Entscheidung in seltener Einmütigkeit: Ohne Gegenstimme wurde Dea Lohers Stück "Das letzte Feuer" der Mülheimer Dramatikerpreis 2008 samt 15.000 Euro Preisgeld zugesprochen.

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Auswahlverfahren und Jurydebatte ...

... wie funktioniert das eigentlich?

Am Ende wird es noch mal spannend! Der letzte Höhepunkt der Theatertage ist die Abschlussdebatte, in der die fünfköpfige Preisjury im Anschluss an die letzte Festival-Vorstellung am 24. Mai öffentlich diskutiert, welche Stücke warum gut, schlecht oder sogar preiswürdig sind.

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Sechs E-Mail-Antworten auf eine zentrale Frage

Was ist ein gutes Drama?

Die fünf Juroren entscheiden, welches für sie das beste der eingeladenen Dramen ist und damit den Mülheimer Dramatikerpreis erhält. Wir haben die Autoren selbst gefragt, was für sie ein gutes Drama ausmacht. Hier alle sechs Antworten aus unseren E-Mail-Interviews:

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Peter Michalzik erzählt, wie Auswahlgremium und Jury arbeiten, um am Ende das beste neue Drama zu küren

Der höchste Gipfel

Interview: Jan Oberländer

Herr Michalzik, Sie spielen in diesem Jahr eine Doppelrolle in Mülheim: Sie sind sowohl Mitglied des Auswahlgremiums, das die acht Stücke für den Mülheimer Dramatikerpreis nominiert, als auch Sprecher des Gremiums innerhalb der Jury, die dann am Ende der Theatertage den Preis vergibt. Was ist Ihrer Meinung nach der Stellenwert des Mülheimer Festivals innerhalb der deutschen Festivallandschaft?

Es macht eigentlich nur Sinn, Mülheim im Vergleich mit Festivals zu sehen, bei denen es um neue Stücke geht. Im Verhältnis zu den Festivals mit neuen Stücken, von denen es ja mittlerweile ziemlich viele gibt – möglicherweise mehr als uns gut tun –, hat Mülheim eine ganz eindeutige Rolle. Nämlich: das Beste auszuwählen. Also aus dem Neuen die Spitzenkultur herauszudestillieren. Natürlich gibt es Ausrutscher, aber in der Regel wird in Mülheim wirklich das Beste dessen ausgewählt, was an neuen Stücken produziert worden ist. So wie ich das sehe, ist dieser Preis der höchste Gipfel, den man da erklimmen kann.

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Oliver Bukowski, Dramatiker und Mülheim-Preisträger von 1999, ist in diesem Jahr selbst Mitglied der Jury, die den Mülheimer Dramatikerpreis vergibt

Klartexte am Schluss

E-Mail-Interview: Jan Oberländer und Anne Peter

Oliver Bukowski, 1999 haben Sie für "Gäste" den Mülheimer Dramatikerpreis bekommen. In diesem Jahr sitzen Sie selbst in der Jury, die ihn vergibt. Welchen Stellenwert hat das "Stücke"-Festival Ihrer Meinung nach in der deutschsprachigen Theaterlandschaft?

Ganz gleich ob es höher dotierte Preise oder die jährliche Hitliste in Theater heute gibt – es ist immer noch der Preis für Stück und Theaterautor. Und würden jetzt noch der Deutsche Kinder- und Jugendtheaterpreis hierher ziehen, wäre Mülheim für ein paar Wochen die Stadt deutschsprachiger Gegenwartsautoren.

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