bös & artig

Hier versammeln wir Kommentare, Meinungsbeiträge, aber auch Spielerisches.

   

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Abschlussgeflüster

Es ist Nacht. Das Buffet ist lange abgeräumt und alle Festivalmacher und -gäste sind aus der Mülheimer Stadthalle verschwunden. Nur die Dramen hocken noch unter einem Tisch und wollen sich nicht recht voneinander trennen, nachdem man sie in der Abschlussdebatte doch gerade noch einmal alle eng miteinander bekannt gemacht und gar Tendenzen in ihrer Mitte ausgemacht hat.

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Lose Notizen von einer Straßenbahnfahrt durch eine Stadt voller Brüche und Aufbrüche

Mülheim franst aus

von Esther Boldt

10. Mai 2008. Die Öffentlichen heißen so, weil sie Öffentlichkeit herstellen. Gestern Nachmittag war die Öffentlichkeit in der Buslinie 135 vom Mülheimer Hauptbahnhof zum Schloss Broich etwa 15 Jahre alt, trug sehr kurze Hosen, streckte ballerinabeschuhte Füße in den Gang, vollzog die Trennung von ihrer zweiten oder dritten Liebelei per SMS-Protokoll nach – "da hatte er schon die Andere" –, trank Beck’s Gold und Feiglinge. Heute früh, im Bus 122 vom Schloss Broich zum Theater an der Ruhr war die Öffentlichkeit im Schnitt 67, mit sehr heller, weicher Haut um die Augen, beiger Kleidung, grauem Haar und höflichen Gesichtern. Sie sah in Fahrtrichtung aus dem Fenster, lehnte sich hin und wieder zum alten Zeitgenossen an ihrer Seite herüber und sah ohnehin ganz behaglich aus.

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Was Mülheim an der Ruhr mit Weimar gemein haben könnte und warum das auch so sein muss

Theaterstädte unter sich

von Morten Kansteiner

4./5. Mai 2008. Was ist eine "Theaterstadt"? Offenbar so eine Stadt wie Mülheim. Dagmar Mühlenfeld hat in ihrem Eröffnungs-Grußwort auf der Formulierung insistiert: "Theaterstadt Mülheim". Und Mühlenfeld muss Recht haben. Sie ist die Oberbürgermeisterin. Außerdem hat Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff, Kulturstaatssekretär von NRW, die Setzung bei der Eröffnung der "Stücke 08" ratifiziert: "Theaterstadt Mülheim" – so sagt's auch er.

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Anfangsgeflüster

Erwischt! Man stelle sich vor: Bereits in der Nacht vor der Eröffnung treffen sich die eingeladenen Stücke im Foyer der Mülheimer Stadthalle und tauschen aufgeregt ihre ersten Sätze aus. Wir belauschen ihren Dialog.

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